Systemische Therapie und
Beratung
Als Systemischer Therapeut oder Berater verstehe ich mich als Ihr
ganz persönlicher Entwicklungshelfer oder Wegbegleiter bei ihrem
Veränderungsvorhaben.Im partnerschaftlichen Dialog, wobei sie als Klientinnen oder Klienten als Experten für ihre Lebensgestaltung betrachtet werden, unterstütze ich Sie bei der Entwicklung von neuen, hilfreichen Sichtweisen und vielfältigen, möglichst passgenauen Lösungen.
Eine kooperative, die Zusammenarbeit fördernde Beziehung zu ihnen als Klientinnen und Klienten und eine positive, optimistische und hoffungsvolle Haltung bezüglich Veränderung, tragen entscheidend zum Gelingen der Therapie oder Beratung bei.
Ihr Therapie – oder Beratungsziel, Ihr Anliegen, Ihre Wünsche und damit Ihr Auftrag an mich sind die Schlüssel einer effektiven Therapie und bilden die Basis und den Rahmen unserer Zusammenarbeit.
Ihre Ressourcen, Ihre Potentiale, Ihre Stärken, Fähigkeiten und Talente sind die Bausteine der Veränderung.
Der entscheidende Veränderungsprozess spielt sich nicht in den Gesprächen, sondern in der Zeit dazwischen ab.
Das Tempo und sowie den nächsten Termin bestimmen immer Sie.
Der therapeutische Prozess erhält eine katalysierende Funktion indem er Veränderung fördert und verstärkt.
Systemische Therapie und Beratung ist ein kurzzeittherapeutisches und lösungsorientiertes Verfahren und hilft Ihnen mit bescheidenem Aufwand wirklich weiter zu kommen.
Mein Anbebot umfasst die Therapie oder Beratung für Einzelpersonen, Paare und Familien.
Klicken Sie hier um die übliche Therapie - bzw. Beratungsvereinbarung
zu lesen.Hier finden Sie Informationen zu den Therapie - oder Beratungskosten
.Ich freue mich auf ein Gespräch mit Ihnen.
Ursprünge und Entwicklung der systemischen Therapie ***
Der Beginn dessen, was ursprünglich als Familientherapie, später als systemische Familientherapie und gegenwärtig als systemische Therapie oder systemische Psychotherapie bezeichnet wird, läßt sich in die Zeit nach Ende des Zweiten Weltkrieges datieren.
Die "eigentliche" Familientherapie wurde in den 50er Jahren in den USA "erfunden".
Im Laufe der 70er Jahre wurde die Familientherapie nach Europa importiert und seit Beginn der 80er Jahre entwickelte sich die systemische Therapie über den Rahmen der Familientherapie hinaus zu einem Ansatz mit eigenen klinischen Theorien und Praxisformen.
Vielfältige Formen systemischer Praxis haben Eingang in die Arbeitsmodelle von Einrichtungen der psychosozialen Versorgung gefunden.
Systemische Therapie bedeutet, daß die zu behandelnde Klientel keineswegs nur Familien einschließt, sondern alle Personen und/oder Institutionen, die an dem Problem beteiligt sind, welches zur Beratung oder Therapie ansteht.
Grundannahmen systemischer Therapie
Die systemische Therapie versucht, die Gedanken der Systemtheorien für die Psychotherapie nutzbar zu machen. Im Begriff des Systems sind sowohl das Ganze als auch die Teile eines Systems beinhaltet. Systemtheorien lenken den Blick auf Muster, Zusammenhänge und Dynamiken. Sie beruhen auf dem Grundgedanken, daß sich Teilstrukturen und Teilprozesse eines sich in der Zeit wandelnden Systems wechselseitig beeinflussen und das Netzwerk der Interaktionen das entscheidende Band zwischen Teilen und Ganzem eines Systems ist.
Die systemische Therapie kann als eine Rahmentheorie verstanden werden, die es gestattet, die Komplexität menschlichen Erlebens und Handelns zu beschreiben, zu erklären und Veränderungsmöglichkeiten für verschiedene Arten menschlicher Systeme zu gestalten.
Besonderes Interesse richtet sich dabei auf die Dynamik und Organisation interpersoneller Beziehungen, die individuellen Erlebens und Verhaltensmuster sowie auf die in Sprache gefaßte Bedeutung der Erlebens- und Verhaltensqualitäten.
Unterschiedliche Varianten der systemischen Therapien können als Übersetzungsversuche unterschiedlicher systemtheoretischer Ansätze in die klinische Praxis angesehen werden. Insofern gibt es den Systembegriff ebensowenig wie die systemische Therapie.
Selbstorganisation von Systemen
Die Anwendung der Theorien der Selbstorganisation von Systemen hat für die psychosoziale Praxis, für die Diagnose und Therapie von Familien weitreichende Folgen. Im Sinne dieser Theorien ist eine Diagnose immer abhängig von den Handlungen und Unterscheidungen, die der Therapeut als Beobachter etwa eines Familiensystems vornimmt. Was er wahrnimmt, ist immer auch eine Folge seiner Handlungen und Interaktionen mit dem Klientensystem. Therapeuten können nicht von außen einseitig bestimmen, was Klienten zu denken, zu erleben und wie sie zu handeln haben. Was ein Klient wahrnimmt, erinnert, aus der Komplexität des therapeutischen Geschehens auswählt, ist abhängig von seinen Wahrnehmungsmustern, seinen Mustern der Sinnkonstruktion, oder, im Falle des sozialen Systems Familie, von dem Glaubenssystem, dem Lebensskript der Familienmitglieder oder von im Familiensystem vorherrschenden Regeln, Interaktions und Kommunikationsmustern.
Es ist ein Mythos, daß es der Therapeut sei, der soziale Systeme verändert. Therapie ist eher in der Bedeutung von Konsultation oder Konversation zu verstehen.
Gemeinsam ist allen systemischen Ansätzen die Perspektive, Probleme und Symptome nicht als Pathologie eines Individuums, sondern als jeweilige Problemdefinitionen und Festschreibungen im Kontext eines sich entwickelnden sozialen bzw. familiären Bezugssystems zu sehen.
Ein zentraler Fokus systemischer Therapie ist die Annahme, daß kognitive und kommunikative Konstruktionen wie auch die sprachlich in Geschichten gefaßten Erfahrungen (Narrationen) von Individuen oder Familien in Zusammenhang mit der Erzeugung von menschlichen Problemen stehen. Es wird angenommen, daß eine Veränderung dieser spezifischen Konstruktionen oder Narrationen zu einem veränderten Erleben und auch Verhalten führen kann. Die mit Klienten gemeinsam erarbeitete Thematisierung, Veranschaulichung und Veränderung des wechselseitigen Bezugs von vorgestellten Problemen und Symptomen mit interpersonellen Beziehungs- und Deutungsmustern war und ist daher ein wesentliches Mittel und Ziel systemischer Therapie.
*** Auszug aus dem Buch: Psychotherapieführer - Wege zur seelischen Gesundheit
Herausgeber: Christoph Kraiker, Burkhard Peter
ISBN 3-406-44204-8
Verlag: C.H. Beck, München, 1998
Seite 249- 251

